Meilensteine

Sylvia Vrethammar - eine international renommierte Künstlerin mit einem Repertoire von swingendem Jazz über südamerikanische Rhythmen bis hin zum modernen Pop-Song

Geboren in Uddevalla an der schwedischen Westküste als Tochter von Schulrat Harald und Pianopädagogin Britta Vrethammar zog Sylvia später mit ihrer Familie in die Hauptstadt Stockholm. Mit 16 Jahren begann sie ihre musikalische Karriere mit Auszeichnungen bei verschiedenen Amateurfestivals. Trotzdem machte sie zuerst ihr Abitur, studierte und bekam dann ihr Examen als Kinderpsychologin.

Im Jahr 1969 beginnt Sylvias eigentliche Karriere. Ihre erste LP "Tycker om dej" kommt auf den Markt und während eines Auftrittes im Stockholmer Club 'Gyllene Cirkeln' wird sie von einem Fernsehproduzenten entdeckt und bekommt ihre erste eigene Personality-Show im schwedischen Fernsehen. Dort wiederum wird sie von TV-Entertainer Lennart Hyland gesehen und von ihm umgehend als Co-Moderatorin in seiner unglaublich populärenTV-Show "Hylands Hörna" engagiert.

 

 

Eine ihrer zahlreichen Tourneen um die ganze Welt führt Sylvia quer durch die ehemalige Sowjetunion und auch hier kommen die Menschen in Scharen um Sylvias Bühnenshow zu erleben. 1974 wird ihre englische Original-Version des Mega-Hits "Y Viva España" die absolute Nr. 1 in den englischen Charts, verkauft sich über 1 Million mal und bleibt 39 Wochen in den Charts, was Sylvia einen Eintrag im "Guinness Buch der Rekorde" beschert.


"Y viva España" 1974


... mit Gilbert Becaud

 

 

Nun geht es Schlag auf Schlag weiter und Sylvia wird als Vertreterin Schwedens zum "Internationalen Song-Festival in Rio de Janeiro" eingeladen. Dort entdeckt sie ihre große Liebe zur Samba und macht daraufhin eine Tournee durch Skandinavien mit der brasilianischen Samba-Gruppe "Trio Pandeiros De Ouro". Diese Tournee mit dem Eröffnungsabend im Stockholmer "Strand-Hotel" wird ein solch sensationeller Erfolg, daß Sylvia fortan nur noch als "Samba-Königin" bezeichnet wird.

 

"In Concert" heißt 1975 Sylvias erste eigene deutsche personality TV-Show, und von nun an baut sie sich eine weitere Karriere im deutschen Fernsehen und auf deutschen Bühnen auf. Sie wird so populär, daß der legendäre Bandleader und Komponist Bert Kaempfert ("Strangers in the night") sie als Gaststar zu seiner TV-Show einlädt und anschließend mit ihr und seinem Orchester mehrwöchige Tourneen durch Deutschland, die Schweiz und vor allem durch England unternimmt, wo sie unter anderem auch mit einem grossen Abschlußkonzert in der berühmten "Royal Albert Hall in London" auftreten. In dieser heiligen Halle gab die grosse Opern-Diva Kristina Nilsson 1897 ihr Abschiedskonzert ... und Kristina war übrigens Sylvias Ur-Grosstante.

Wieder einmal geht es nach Rio für die Aufnahmen zu ihrer LP "Rio de Janeiro Blue" und des dazugehörigen TV-Films "Rendezvous in Rio", bei denen Sylvia durch so hochkarätige Musiker wie den Mundharmonikavirtuosen Toots Thielemans und den brasilianischen Akkordeonzauberer Sivuca begleitet wird. Anschliessend gibt es auch Konzerte in den Nachbarländern Argentinien und Columbien und als weiterer Höhepunkt folgen Auftritte in China, wo Sylvia das erste schwedische Hotel in Xian einweihen darf.

 

 

Auch als Conférencier ist Sylvia begehrt und so moderiert sie 1986 die deutsche TV-Show "Kiel International". 1989 erscheint ihre deutsche CD "Frau im besten Mannesalter", die leider die letzte Produktion des erfolgreichen Schlagerproduzenten Heinz Gietz ("Pigalle", "Musik liegt in der Luft") mit ihr kurz vor seinem Tod sein wird. Bald darauf macht Sylvia mit Georgie Fame, Paul Kuhn und begleitet von der WDR Big-Band unter der Leitung von Jerry van Rooyen die WDR-Fernsehproduktion "Hommage à Fred Astaire".

 

 

 

Unterdessen wird Sylvia in Schweden zu eine der 10 schönsten Frauen des Landes gewählt.

 


... mit Sivuca an der Copacabana


Arm in Arm mit Georgie Fame

 

 

 

 

1983 trifft Sylvia bei einer Produktion für ein TV-Konzert im legendären "Berns" in Stockholm das erste Mal auf Georgie Fame ("Bonnie & Clyde"), mit dem sie im Sommer desselben Jahres die LP "In Goodmansland" aufnimmt. Gleichzeitig wird in Deutschland ihr Dauerbrenner-Hit "Ricardo" veröffentlicht.

 

 

 

Anschließend begibt sie sich nach Holland zur Produktion der Live-Radiosendung "The European Songbook" des Senders NOS und seinem hochdotierten Metropol-Orchester, die simultan in 82 Länder der Erde ausgestrahlt wird. Gerne holt man Sylvia daraufhin immer wieder zu Produktionen mit dem Metropol-Orchester unter der Leitung von Rob Pronk zurück. Weiterhin gehen ihre Reisen unter anderem nach Köln zu einem Big-Band-Konzert in der dortigen "Philharmonie", nach Budapest in die "Franz Liszt Akademie" und nach Berlin zu einem grossen Open-Air-Konzert zwischen den beiden Domen.

1990 macht Sylvia Deutschland zu ihrem zweiten Wohnsitz und zieht in ein Haus in ländlicher Idylle zwischen Köln und Bonn. Die deutsche CD "Ladylike" wird veröffentlicht und ein paar Jahre danach die von den Kritikern einhellig gepriesene CD "Something my heart might say". Auf diesem Album wird Sylvia nur von ihrem Gitarristen Rune Gustafsson begleitet, denn Sinn dieser Aufnahmen war es, einen Teil ihres grossen Repertoires auch einmal in dieser einfachen Form zu veröffentlichen.

 

 

 

2002 nimmt sie nach 28 Jahren zum erstenmal wieder am "Grand Prix d'Eurovision de la Chanson" teil. Die beiden CDs "Samstag Nacht" in Deutschland und "Faller för dej" in Schweden werden, obwohl mit unterschiedlichem Inhalt, fast zeitgleich produziert und darauf paaren sich Sylvias deutsche bzw. schwedische Texte mit einer imposanten musikalischen Bandbreite.


Eurovison Song Contest 2002


... bei einer Pause zu den Aufnahmen von "Champagne"

 

 

 

Neben vielen Konzerten mit ihrem Swing-Repertoire, begleitet von namhaften europäischen Big-Bands, beginnt Sylvia Ende der neunziger Jahre auch die Zusammenarbeit mit einem jungen, schwedischen Jazz- Pianisten namens Jan Lundgren und seinem Trio. Als besonderer Bonbon für Sylvia erweisst sich ein Gastspiel in dieser Besetzung im weltberühmten "Tropigala Club" im Hotel Fontainebleau, Miami USA.

 

 

 

 

Die Zusammenarbeit mit Jan Lundgren und seinem Musikern entwickelt sich in der Zwischenzeit so intensiv und erfolgreich, dass man beschliesst eine CD zusammen aufzunehmen auf der Sylvia zum erstenmal auch als Produzentin Regie führen wird. Die Aufnahmen finden im Sommer 2005 zuhause in Sylvias Wohnzimmer in äusserst entspannter Atmosphäre statt und das Resultat erscheint als CD im Frühjahr 2006 unter dem Titel "Champagne".